Böschung 5

Es ist vollbracht

Innerhalb zweier Stunden haben die Baumfäller ganze Arbeit geleistet. Was in 60 Jahren gewachsen ist, ist in zwei Stunden vernichtet.

Die vom Bürgermeister – das Gesetz von Angebot und Nachfrage gröblichst mißachtend – großzügig (fast) verschenkte Böschungskante ist vom neuen Besitzer wie erwartet dem Erdboden gleich gemacht worden.

Der Bio – Landwirt freut sich vielmehr diese „unwirtschaftliche Böschung“ endlich losgeworden zu sein. Vor 14 Tagen war noch der Bauhof da und hat etwas an den Sträuchern herumgeschnitten, damit der neue Besitzer etwas weniger Arbeit damit hat. Konsequenterweise hätte der  Bio – Landwirt den neuen Besitzer darum bitten sollen, die im Besitz der Stadt verbliebene Böschungskante ebenfalls dem Erdboden gleich zu machen. Das gibt im Sommer wenn der Rest belaubt ist einen häßlichen Kontrast und man kann dann erahnen wie es früher mal war.

Nun, die Stadt hätte diese Böschungskante nicht unbedingt hergeben müssen. Der Bauherr ist in diesem Fall der Bittsteller. Hat es sich der Bürgermeister wohl zu Herzen genommen, da doch einige beklagt haben in der Stadt werde in letzter Zeit zu wenig für den sozialen Wohnungsbau gemacht. Den Anfang hat der Bürgermeister jetzt schon mal gemacht.

Ob man heute abend in der Sitzung hinsichtlich Lärmaktionsplanung eine Bepflanzung dieser Böschungskante mit kleinen Bäumchen beschließen wird ? Wunder soll es ja immer wieder mal geben.

 

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