Archive for Februar, 2015

Glückwunsch an die CSU

Freitag, Februar 27th, 2015

Daß ich die Wolfratshauser CSU auch mal loben tät … das ist mir jahrelang nicht in den Sinn gekommen. Es gab aber auch keinen Grund!

Ich beglückwünsche die CSU zu ihrer Runderneuerung.

Zumindest Herr Eibl hat auch keine Berührungsängste hinsichtlich SPD und Grünen.

Und wenn dann auch noch der Herr Bürgermeister …

Man darf mal wieder gespannt sein auf die nächsten Jahre in dieser unserer Stadt.

Glück auf !

P.S.: Und zwei Frauen im Vorstand. Da ist ja die CSU – Frauenquote übererfüllt.

In Farchet rumorts

Dienstag, Februar 10th, 2015

„Busfahrer“ auf merkur-online fragt, ob man beim Stadtbus mal wieder den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht hat. Man hat!

Die Umfrage unter den Wolfratshauser Bürgern zum Stadtbus hätte natürlich an den Anfang gehört. Aber die Arbeitsgruppe der Stadträte hat sich viel Zeit genommen  – bis halt mal wieder einzuhaltende Termine den Ablauf bestimmen.

Der Bürgermeister ist sich mit der Verwaltung scheins einig. Warum soll man was ändern, wenn sich doch gar niemand beschwert hat.

Also Bürger fangt endlich an euch zu beschweren ! Ohne Beschwerden von den Bürgern passiert wohl eher nichts !?

Nun, man kann nach 25 Jahren schon mal wieder die Bürger zum Stadtbus befragen. Es kann sich ja herausstellen, daß die Bürger mit dem derzeitigen Angebot voll zufrieden sind. Dann kann man es ruhigen Gewissens dabei belassen.

Es könnte aber auch sein, daß auch in anderen Stadtteilen wie Weidach oder Poign die Leute in den letzten 25 Jahren 25 Jahre älter geworden sind und sich über eine Stadtbus – Haltestelle in ihrer Nähe freuen würden. Wenn in Farchet über 170 Meter Fußweg diskutiert wird, andere alte Leute in der Stadt wären womöglich froh solche Probleme zu haben ?

Wo kaufen denn alte Leute ein, wenn sie zB am Poign wohnen ? Sollen sie sich mit Rad oder zu Fuß über den Walsersteg zum Tengelmann hochkämpfen ?

Und beim Rücklauf der Fragebögen kommen dann vielleicht auch Rückmeldungen, ob man nicht die Aldi – Haltestelle zum Aldi verlegen sollte. Oder warum an der Bushaltestelle Wettersteinstraße der Stadtbus nicht hält.

Das System Stadtbus ist dringend überholungsbedürftig. Und man muß nicht unbedingt warten bis sich die Leute beschweren. Man kann sich auch mal in die Lage alter Leute ohne Auto versetzen versuchen. Die geplante Umfrage ist dringend notwendig.

 

 

 

Campingplatz

Montag, Februar 9th, 2015

Der Campingplatz wird also nun für deutlich weniger Geld erneuert als zwei Gutachten vorher aufgezeigt hatten.

Das ist natürlich zu begrüssen.

Bei der Gelegenheit wird auch ein (weiterer) Teil des Platzes für Wohnmobile geeignet gemacht.

Auf dieser Fläche dürfen natürlich unter keinen Umständen, sommers wie winters, keine PKW rumstehen – es sei denn die Abholer von Christbäumen.

Multifunktional – nein, das will die Stadt nicht. Man will ja schließlich ein Parkdeck.

zu wenig Parkplätze, so wird behauptet

Montag, Februar 2nd, 2015

Schuld an der niedrigen Kundenfrequenz seien nicht nur die Öffnungszeiten, sondern auch der Mangel an Parkplätzen,

so wird der Wolfratshauser Bürgermeister in der SZ zitiert.

Sybille Ulbrich macht die Verkehrs- und Parkplatzsituation in der Innenstadt verantwortlich, heißt es im Isar-Loisach-Boten.

Wann nehmen die Verantwortlichen endlich mal zur Kenntnis, daß Wolfratshausen hinsichtlich Parkplätzen nicht dauernd schlecht geredet werden muß ??? Wolfratshausen hat mit 952 durch Steuergeld geförderten Parkplätzen genügend Parkplätze im Angebot.

Wenn Wolfratshausen überhaupt Parkplatzprobleme hat, dann auf der Marktstraße sowie zwischen Marktstraße und Loisach.

Und wenn die Stadtmütter und Stadtväter der Meinung sind, es bestehe Handlungsbedarf – dann weiß mal wieder keiner so recht auf was die Damen und Herren warten!

Was man tun könnte und schon lange hätte machen können, will man nicht in Angriff nehmen, weil womöglich dann der Druck auf Hatzplatz und Umgebung nachläßt und damit ein Parkdeck nicht mehr so dringend erforderlich wäre; mit Nichtstun läßt sich halt die vermeintliche Notwendigkeit eines Parkdecks viel besser darstellen.

Und es gibt nun mal bestimmte Kreise in der Stadt, die frei nach Loriot entschieden haben: Ein Leben ohne Parkdeck wäre vielleicht möglich, aber völlig sinnlos ???

Das Parkdeck soll ja sozusagen als erste Maßnahme umgesetzt werden. Später – wenn wieder Geld da ist – soll dann das Loisach – Ufer umgestaltet werden. Und dann möchte vielleicht der eine oder andere Immobilienbesitzer anbauen oder vergrößern – vielleicht.

Wenn Sie also nächstens ein Häuschen bauen sollten, bitte erst die Garage hinstellen – damit wenigstens das Auto schon mal ein Dach überm Kopf hat.

Mögliche kurzfristige Maßnahmen

im Gegensatz zu Parkhaus oder Verfahren für Parkdeck:

1.) Die Parkplätze in der Marktstraße sowie zwischen Marktstraße und Loisach ggf mit Hatzplatz sind ausschließlich für Kurzzeitparker vorzusehen.

Ein Anwohner zahlt für eine Dauergenehmigung 100 Euro im Jahr, das Auto ist aber oftmals zu den kostenpflichtigen, also wichtigen, Zeiten gar nicht geparkt. Ein sogenannter Anwohner zahlt ebenfalls 100 Euro im Jahr, belegt den Platz aber tagsüber genau zu den kostenpflichtigen Zeiten. Preislich gesehen eine schreiende Ungerechtigkeit gegenüber den echten Anwohnern!

Die Preise für Anwohner müssen auf ein marktgerechtes Niveau angehoben werden. Der Preis für sogenannte Anwohner muß deutlich höher liegen, können diese doch in der Regel die Kosten von der Steuer absetzen. Weshalb städtische Angestellte für 60 Euro im Jahr einen garantierten Parkplatz vor der Loisachhalle erhalten, wäre zu hinterfragen. (Jeder der vor 10 Uhr parkt, bekommt auch garantiert einen Parkplatz in der Altstadt).

2.) Nichtkontrolle sowie Freigabe in der Weihnachtszeit sind kontraproduktiv! So standen mehrere Fahrzeuge tief verschneit in der Marktstraße, durch das Umfahren dieser Fahrzeuge durch den Schneepflug  (Nicht-Räumen-Können) ging weitere Parkfläche verloren! Leute, die sonst kostenlos hinter der Sparkasse parken, nehmen das kostenlose Angebot Loisachhalle bei offenen Schranken bzw einen Platz hinter dem Rathaus bei über den Automaten gezogenem Sack gerne wahr.

3.) Zumindest die Einzelhändler – aber auch sonst Jeder- könnten wieder die Parkgebühren bei einem Mindestumsatz von … Euro vergüten. So könnte man im Umland mit freien und kostenlosen Parkplätzen werben. Dafür sollten die Händler ihre Rabattmarken im Mülleimer versenken, es fragt eh keiner ob man welche haben möchte.

4.) Wohin mit den Dauerparkern ?

Wenn um 11 Uhr vor der Loisachhalle 40 Plätze frei sind, parken dort also fast nur städtische Dauerparker (zum Sonderpreis von 60 Euro jährlich) . Wäre also auch noch etwas Platz für sonstige Dauerparker.

Ansonsten könnte man für die Dauerparker kurzfristig und – verglichen mit Bau – und Folgekosten eines Parkdeckhauses – sehr günstig Parkplätze auf dem sogenannten Campingplatz und auf der Fläche zwischen Campingplatz und Kindergarten schaffen. Jeder fährt zu den Seen in der Umgebung und parkt ganz selbstverständlich so nah wie möglich am See. Am Badweiher aber dürfen nur Wohnmobile und Wohnanhänger rumstehen, auf keinen Fall aber ein Auto, welches am Vormittag eingeparkt und irgendwann am Nachmittag wieder ausgeparkt wird. Nein, diese PKW müssen in der Altstadt rumstehen, um die Notwendigkeit eines Parkdecks zu untermalen. Vermutlich ärgert man sich heute, nicht bloß den Hatzplatz in das sogenannte Parkleitsystem integriert zu haben. Würde nur der Hatzplatz angezeigt, der gefühlte Parkplatzmangel wäre schier nicht auszuhalten.

5.) Leider ist man mehr am Bau eines das Loisachufer verschandelnden Parkdecks interessiert, als an der Lösung der selbstgemachten Probleme. Man will dem Bürger einreden, man müsse den Immobilienbesitzern zwischen Loisach und Marktstraße durch ein Parkdeck und damit günstigst angebotenen Parkplatzablösungen ihr Grundstück vergolden. Der Bürger als solcher ist mit seinen Steuern aber nicht in erster Linie dafür da, anderen Mitbürgern ihre hintere Fassade zu vergolden.

6.) In den letzten Vorträgen, die eher von Bürgermeistern und StadträtInnen als von EinzelhändlerInnen besucht wurden, wurde von den Vortragenden festgehalten, daß man erst mal die Attraktivität der Innenstadt aufhübschen sollte und sich dann anschließend ggf um die Frage weiterer Parkmöglichkeiten kümmern sollte bzw mit der Schließung weiterer Läden in der Altstadt in den nächsten Jahren gerechnet werden muß. Es wurde das Ladensterben bis zum Jahr 2020 prognostiziert. Bis dahin könnte dann auch das Wolfratshauser Parkdeck herumstehen – sinnlos und nutzlos. Aber wir werden dann vielleicht die Letzten sein, die sich sowas Häßliches an ihr Flußufer gestellt haben. Auch ein Alleinstellungsmerkmal ?!

Fazit:

Manche wollen uns Bürgern mit dem Blick in die Zukunft (Glaskugel?) ein Parkdeck/haus mit Gestehungs- und entsprechenden Folgekosten aufhalsen, weil man nicht in der Lage bzw gewillt ist, die angeblich bereits seit geraumer Zeit anstehenden Probleme nunmehr endlich einmal im Sinne der (meist schweigenden) Mehrheit der Wolfratshauser Bürger anzugehen.  

Bürgerbeteiligung heißt es immer wieder mal. Letztendlich aber muß der Bürger wohl – bei wichtigen Dingen – immer einen Bürgerentscheid herbeiführen. Damit man im Rathaus zur Kenntnis nimmt, daß die große Anzahl der Wolfratshauser Bürger weder eine Immobilie in der Altstadt besitzt, noch Anwohner oder sogenannter Anwohner ist. Er möchte in der Innenstadt einkaufen oder sich dort aufhalten, wenn ihn das gebotene Angebot dort hinlockt. Zur Zeit aber heißt es eher „dumm gelaufen“, ICH stehe auf dem Parkplatz, den DU gern hättest.

Ach ja, das auch noch. Herr Schnaller wünscht sich gleiche Öffnungszeiten in WOR und GER. Ich bin bescheidener, ich wünsche mir gleiche Öffnungszeiten in WOR. Nun, das war wohl nix, das wird wohl nix, aber wenn wir erst mal ein Parkdeck und 1100 statt 952 Parkplätzen haben werden… dann sind wenigstens 1100 der 18000 Wolfratshauser plus Umland glücklich ?