Archive for Juni, 2009

„Rüstungsausgaben reduzieren“

Mittwoch, Juni 24th, 2009

Leserbrief im ILB vom 23.6.09

„Eigentlich ist ja der kalte Krieg vorbei und doch sind die weltweiten Militärausgaben seit 1999 um 45 Prozent auf 1,46 Billionen Dollar gestiegen – Deutschland steht nach Amerika, China, Frankreich, Großbritannien und Russland an sechster Stelle der Länder, die am meisten Rüstungsausgaben zahlen. Eigentlich wollte die UNO die Zahl der 650 Millionen Hungernden halbieren, sie ist aber mittlerweile auf 970 Millionen weltweit angestiegen. Wie viel Milliarden Euro könnte man in Bildung, ökologische Arbeitsplätze und Entwicklingshilfe investieren, wenn man die Rüstungsausgaben reduzieren würde. Deutschland könnte hier eine Vorbildfunktion übernehmen. Doch dann müssten die Regierungspolitiker aus den Aufsichtsräten der Rüstungsfirmen heraus. Bei der nächsten Bundestagswahl haben wir wieder die Entscheidung für mehr Aufrüstung oder mehr Bildung und ökologische Arbeitsplätze und Reduzierung der Anzahl der Hungernden.

Christoph Rudolph, Fahrenzhausen “

Schön wärs ja, Herr Rudolph, es wird aber leider ein Wunschtraum bleiben.   

Euro – Fighter

Dienstag, Juni 23rd, 2009

Da haben sich also vier Euro-Fighter (unsere neueste Generation von Kampffliegern) auf den Weg nach Indien zu einer Messe für Kampffleugzeue gemacht, mit einer Antonov für den Transport von weiterem Gerät, mit einem Airbus für das Fußvolk…..

Die Kosten trägt natürlich die Luftwaffe, also der Steuerzahler….um Werbung zu machen für Produkte der entsprechenden Hersteller…

Die Luftwaffe völlig uneigennützig für die Interessen der Industrie ???

Wohl eher nicht, oder ? Für die freundliche Unterstützung wird im Zweifelsfall die zuständige Firma EADS womöglich vielleicht sich bei den Parteispenden erkenntlich zeigen ? Womit sich der Kreis der Interessenten wieder geschlossen hätte ? Für so ganz abwegig kann man dieses Szenario jedenfalls nicht halten.

EU – Agrarsubventionen

Montag, Juni 22nd, 2009

Also wenn ich das heut im Fernsehen mal wieder richtig verstanden habe:

Die Molkereien erhalten dicke Subventionen der Steuerzahler, damit die Milch von den Molkereien nicht so teuer weiter verkauft werden muß. ( an uns).

Die Milchbauern bekommen aber nicht so viel Geld für ihre Milch, daß sie davon leben könnten. Den Rest soll der Steuerzahler durch Subventionen an die Milcherzeuger aufbringen.  

Der Steuerzahler soll also die Milcherzeuger subventionieren, die Molkereien soll er auch noch subventionieren, dafür kann er dann in den Supermärkten billig Molkereiprodukte erwerben.

Macht doch Sinn, oder?

Subventionieren wir eigentlich auch noch den von Molkereien zwischenzeitlich hergestellten Analogkäse ? Also Käse, der ganz ohne Milch auskommt ??? Wundern würde es mich ja nicht. Ist ja schließlich eine Innovation und ein Zukunftsmarkt !?

Politiker sind im Ansehen der Bevölkerung ja wohl weit unten angesiedelt. Das stört die aber nicht. Hauptsache die Kohle stimmt. 

EU – Agrarsubventionen

Samstag, Juni 20th, 2009

Beispiele aus den Jahren 2004 und 2005 laut Süddeutsche Zeitung

(hier Exporterstattungen)

82 Mio für Südzucker, damit wir den Zucker nicht selber konsumieren müssen und alle Deutschen zu Diabetikern werden, die dann wieder der Arzneimittelindustrie stützend unter die Arme greifen müssen

60 Mio für die Agrarhandelsfirma August Töpfer

22 Mio für Nordmilch, denn die Milch der Mastkühe kann man wohl nicht in Käse umwandeln, die Milch muß aber irgendwo hin wenn man sie nicht wegschütten will

5 Mio für die Süßigkeiten von Storck

4 Mio für die Käserei Champignon im Allgäu

3 Mio für die Müller-Milch Tochter Sachsenmilch

Die Mittel sollen bis 2013 gestrichen werden. Man ist auf dem Weg der Einsicht?

Obwohl die Exportsubventionen drastisch gesunken sind, mauert man in München trotzdem gegen jedwede Veröffentlichung. Entgegen der Rechtslage.

Feuerwehr – Einsatz um Einsatz

Samstag, Juni 20th, 2009

In den letzten Tagen war die Wolfratshauser Feuerwehr ja nicht gerade unterbeschäftigt.

Ein Einsatz war wieder mal auf der A 95 München – Garmisch. Aus einem BMW der höheren Güteklasse mußten mal wieder zwei Personen geborgen werden. Beide haben es überlebt. Also den Unfall – nicht die Feuerwehr!

Bei Platzregen und Tempo 80 zweimal überschlagen. Unschuldigen – abgesehen von der Beifahrerin – ist nichts weiter passiert. 

Aber die Autoindustrie hat den Leuten ja auch beigebracht, sie müßten sich um quasi nix kümmern. Nur Gas geben, ggf auch mal bremsen, den Rest erledigt das intelligente Auto aufgrund der hervorragenden, elektronischen Ausrüstung von selber. Aber das klappt wohl nicht immer.

So wie damals in Buchenhain? In Buchenhain gibt es einen durch eine Halbschranke (un-)gesicherten Bahnübergang. Die Anwohner hatten es sich wohl zur Gewohnheit gemacht, die sich schließenden Halbschranken doch noch zu umfahren. Schließlich weiß man doch, wie lange der Zug braucht um bis hierhin zu kommen.

Ein Ehepaar aber hatte sich womöglich vielleicht – SO WAR ES SICHER NICHT !!!!!!!!! – kurz vorher einen neuen mit aller Elektronik und allem Komfort versehenen neuen XXX zugelegt. Das neue, tolle Auto streikte aber womöglich genau auf dem Bahnübergang. Zwei in Baierbrunn gleichzeitig abfahrende S-Bahnen hatten vielleicht unter Umständen ein großes Magnetfeld unter der Oberleitung des Bahnüberganges erzeugt….

Das Ehepaar konnte mit ihrem Fahrzeug nicht weiterfahren, sie konnten womöglich weder die Türöffner betätigen noch den elektrischen Fensterheber betätigen, um dem näherkommenden Zug zu entkommen.  Oder was würden Sie tun, wenn Sie mit dem Auto mitten auf einem Bahnübergang zu stehen kommen und den Zug auf sich zukommen sehen ? Für einen Blick in die Gebrauchsanweisung, was man tun kann, wenn die Elektronik versagt, wäre es dann womöglich zu spät….

Also sollten Sie die Gebrauchsanweisung ihres Autoherstellers vielleicht jetzt mal genauer lesen, damit sie einen Überblick haben was ihr Auto kann und was es vielleicht nicht kann…..und sie als stolzer Besitzer vielleicht unter Umständen doch selber machen müssen….

Viel Spaß mit ihrem Hightechprodukt wünscht Ihnen…..

Mein Volvo ist jetzt 16 Jahre alt, und hat all diese Probleme nicht. Natürlich aber stelle ich ein Hindernis dar, wenn ich in den Serpentinen nicht voll Gas gebe. Mein Auto denkt nicht für mich, das muß ich leider selber machen … und das kann dauern. Sollten Sie also hinter mir herfahren müssen, und damit Zeit – an wen auch immer- verlieren, es tut mir ja so leid……

EU – Agrarsubventionen

Freitag, Juni 19th, 2009

40 Prozent des Haushaltes der EU werden für Agrarsubventionen aufgewendet. Das ist natürlich sehr viel Geld. Deshalb haben sich die Politiker wohl gedacht, warum sollen wir das alles den Bauern zukommen lassen. Da gibts ja noch andere, die uns gerne haben sollen. Das ist dann wieder die Industrie, die zahlt dann wieder Parteispenden…….Der Kreis schließt sich. Selbstversorger oder wie soll man das benennen ? Geschlossener Kreislauf ? Irgendsowas….

Aber die Politik hat es mal wieder geschafft, die Bauern vorzuschicken. Die sollen eine Veröffentlichung der Nutznießer der Subventionen verhindern. Als wenn die 5000 Euro pro Jahr für diesen oder jenen Bauern irgendjemanden interessieren würde.

Unterstützt wurden auch Eon, Südzucker, Müller-Milch, Golfplätze und und und….

Da darf doch vielleicht untertänigst schon mal die Frage erlaubt sein, ob der Steuerzahler dieses so wollte. Nun der Steuerzahler wählt Parteien, die Leute benennen, die sich um das Wohl des Landes (oder von wem auch immer) kümmern sollen…..und dies dann auch ausgiebigst tun.

Und so bekommen halt Firmen Steuergelder zugeschustert, die dem Steuerzahler selber niemals in den Sinn gekommen wären. Nein, nein mit Selbstbedienungsmentalität hat das niemals nie irgendetwas zu tun. Wir sind auch keine Bananenrepublik, bei uns werden schließlich keine Bananen verteilt…..sondern lediglich Steuergelder.

Immer wieder diese Christen in der christlichen Partei

Mittwoch, Juni 3rd, 2009

Man erinnert sich an Goppel und seine Amigos, an Waigel und seine jetzige Ehefrau, an Seehofer und sein außereheliches Kind, an zu Guttenberg der seinen persönlichen Sekretär rauswerfen mußte wegen eines Jugendblödsinns…..

Und an Frau Hohlmeier, die ja schließlich „über jeden was“ in ihrer Kladde hatte, um mißliebige CSU-Mitglieder anzuschwärzen.

Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst, das ist halt das Motto in dieser Partei. Oder so ähnlich halt… Ich liebe mich selbst, der nächste ist mir nicht nur wurscht, er muß für mein persönliches Weiterkommen halt mal eben geschaßt werden…..

Das sind Vorbilder. Darauf kann die römisch-katholische Kirche richtig stolz sein. Man sollte mal wieder von der Kanzel aus die Gläubigen zu ihrem Kreuz an der „richtigen“ Stelle auffordern.  Schließlich vertritt niemand die christlichen Grundwerte so gut wie die CSU – oder ? 

Ausbau überflüssig

Montag, Juni 1st, 2009

Überraschung!

„Nach einem Gutachten im Auftrag der Grünen wäre der Ausbau der Donau überflüssig. Hauptnachteile des Wasserweges von Mainz bis Passau seien 50 Schleusen und die im Vergleich zu Bahn und Straße längere Route.“  (ILB vom 20.5.09)

Die haben doch wieder nix kapiert die Grünen. Der Ausbau ist allein deswegen schon erforderlich, um die Bahn bei ihren Beförderungstarifen in die Knie zu zwingen. Dionys Jobst hieß wohl der CSU-Abgeordnete, der dies vor Jahren schon verkündete. Und man darf auch die Baufirmen nicht vergessen. Allein der Beton, der da gebraucht wird!

Für den Warentransport selber ist der Ausbau eher unnötig. Oder wie sind da so die Steigerungsraten der Tonnage? Es heißt da immer noch nicht „Schiff ahoi“, sondern „Ahoi, ein Schiff“ .

Aber Politiker sind nunmal – wie Manager – niemals verantwortlich für den Scheiß, den sie veranstalten. Manager haben sich zwischenzeitlich aber gar gegen Mißmanagement versichern lassen. Von ihren Arbeitgebern, der die Prämien bezahlt. Bei den Politikern zahlt es halt der Steuerzahler. Und der hat ja ein breites Kreuz. 

ILB-Interview mit Stoiber zur Europawahl

Montag, Juni 1st, 2009

„Frage :

Sie selber waren ja lange Zeit nicht gerade ein Fan der Europäischen Union…

Antwort: Doch.

Frage: …eher schon ein scharfer Kritiker…

Antwort: ….beides, das hat mir immerhin gute Wahlergebnisse gebracht. “

Spätestens seit Franz Josef ist die CSU sowohl für etwas als auch dagegen.

Und damit konnte man – wie Stoiber sagt – immer gute Wahlergebnisse einfahren. Nun denn!

Europawahl

Montag, Juni 1st, 2009

Zur Zeit werben auf riesigen Plakaten Seehofer und zu Guttenberg für die Europawahl. Beide stehen zwar nicht zur Wahl, aber geben wohl mehr her als die eigentlichen Kandidaten. (Aber Seehofer ist ja auch Ministerpräsident geworden obwohl man ihn bei der Landtagswahl als Bundesminister gar nicht wählen konnte.)

Man muß der CSU ja schon bald den Erfolg wünschen. Dürfen diesmal eine geringere Anzahl von Abgeordneten nach Brüssel fahren, müssen die anderen zu Hause bleiben – sprich sie müssen auf irgendwelche Posten entsorgt werden, damit sie auch weiterhin ein Auskommen mit ihrem Einkommen haben.

Mittlerweile schauen die Leute aber leider etwas genauer hin, wer auf welchem Posten landet – und dort sein Unvermögen unter Beweis stellt. Ach, ist das alles schwierig geworden!? Mal sehen.